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Diese Norm, die die europäische Norm EN15038 ersetzt, wurde am 1. Mai 2015 veröffentlicht und spezifiziert die neuen Anforderungen für Übersetzungsdienste: ISO 17100: 2015. Die Tatsache, dass die europäische Norm die Grundlage der neuen internationalen Norm ist, zeigt die Bedeutung der EN 15038, und ist auch ein Signal, dass die Norm von allen Beteiligten, Lieferanten und Kunden gut angenommen wurde.

Die Norm stellt die erforderlichen Anforderungen für die Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Übersetzungsdienstes dar. Was waren also die eingeführten Hauptänderungen?

  • Die neue Norm liefert eine umfangreiche Liste mit zweiundvierzig Definitionen von unterschiedlichen Begriffen hinsichtlich der Übersetzungsdienste, des Arbeitsablaufs der Übersetzungsarbeit und der Technologie, der Kontrolle des Übersetzungsprozesses etc.
  • Es werden auch die IT-Werkzeuge und IT-Systeme als Unterstützung zum Übersetzungsprozess berücksichtigt. Gemäß der Norm müssen die Übersetzer und Revisoren sowie die Übersetzungsdienstleister die Kenntnis und die erforderlichen Ressourcen haben, um die für das Übersetzungsprojekt geforderten technischen Aufgaben durchführen zu können.
  • Sie unterscheidet verschiedene Arten von Revisionen: Überprüfung, Revision, Fachrevision, Nachrevision und Endüberprüfung. Die Überprüfung besteht in einer globalen Selbstrevision, die vom Übersetzer vor der Abgabe durchgeführt wird. Die Revision ist Pflicht und muss einen zweisprachigen Vergleich zwischen den Ursprungs- und Zielsprachen einschließen. Die Fachrevision ist eine einsprachige Revision der Zielsprache durch einen Spezialisten, der nicht unbedingt ein Übersetzer sein muss. Die Nachrevision (Proofreading) ist eine Endüberprüfung vor dem Druck. Der Projektleiter muss anschließend die Endüberprüfung durchführen, um zu bestätigen, dass alle Spezifikationen erfüllt wurden.
  • Das Profil des Übersetzungsprojektleiters wird durch die Norm ISO 17100: 2015 als Verantwortlicher für alle Aspekte des Produktionsprozesses definiert und die Schritte, die in der Verwaltung eines Übersetzungsprojekts durchgeführt werden müssen, werden auch spezifiziert.
  • Ferner legt sie die Prozesse und die Phasen eines Übersetzungsprojekts fest. Sie unterscheidet zwischen Vorproduktion, Produktion und Nachproduktionsprozesse und ermöglicht die Zusammenstellung von allen in jeder Phase betroffenen Aktivitäten.

Die neue Norm schließt sechs informative Anhänge ein, mit Vertragsspezifikationen, Übersetzungstechnologien oder Verwaltungseintragungen und Berichte. Ab dem Datum ihrer Veröffentlichung müssen die Organisationen gemäß der ISO 17100: 2015 zertifiziert sein.